• Mob: +49 176 34 61 81 26 Tel: +49 7852 93 79 82
  • Hauptstrasse 67, 77731 Willstätt

Datenpartition

Festplatte partitionieren oder nicht?

System- und/oder Datenpartition: das ist die erste Frage, die man sich nach dem Erwerb eines PCs oder einer neuen Festplatte stellen muss.

Um ein Betriebssystem zu installieren und damit das Betriebssystem die Festplatte benutzen kann, muss diese Festplatte vorbereitet sein. Dieser Vorgang heist Partitionierung. Es bedeutet zuerst eine Teilung der gesamte Speicherkapazität in mehreren Bereiche, einfach genannt Partitionen. Somit ist es klar, dass eine Partition ein Bereich einer Festplatte ist. Eine Festplatte kann mehrere Partitionen enthalten: Volumes. Die Partition muss formatiert werden, was einfach bedeutet, dass der Datenträger mit einem Dateisystem ausgerüstet wird.

Datenpartition

Programme und Daten trennen

Oft ist eine Festplatte in 2 Partitionen oder mehr aufgeteilt.

  • Systempartition: Die 1. Partition enthält die Daten im Bezug auf das Betriebssystem und die Programme
  • Datenpartition: Die 2. Partition sollte die Anwenderdaten enthalten, enthält aber oft das Backup-System.

Wenn man die Festplatte in mindestens zwei Partitionen teilt, kann man Übersichtlichkeit, Geschwindigkeit und Sicherheit gewinnen. Außerdem wird die Datensicherung erleichtert. Es wird empfohlen die Datensicherung nicht auf die gleiche Fesplatte zu organisieren.

Die Planung der Partitionsgröße für System bzw. Programme oder für die eigene Dateien auf der Datenpartition soll sorgfältig überlegt werden, ansonst kann es vorkommen, dass es irgendwann keinen Platz mehr für neue Daten gibt.

Mehr Übersicht durch eine logische Datenstruktur

Es ist ja klar, daß Sie „nicht alles in einen Topf werfen“. Sie räumen den Badetuch mit dem Küchentuch nicht zusammen. Das Dateisystem erlaubt die logische Strukturierung der Daten, um Informationen zu speichern, die anschliessend vom Betriebssystem verwaltet werden.

Mehr Geschwindigkeit durch Datenpartition

Mehr als 90% aller Festplattenzugriffe sind im Bezug auf das Schreiben von Protokolldateien sowie das Lesen von Dateien des Betriebssystems und der installierten Programme, weniger als 10% bettreffen das Lesen und Schreiben von Daten. Um die Daten zu lesen oder zu verändern müssen wir warten, dass das Betriebssystem die zusammengebundene Programme geladen hat. Genau das wird durch eine Partitionierung beschleunigt.

Erhöhte Sicherheit durch Partionierung der Festplatte

Der Schreibvorgang einer Datei in 4 Schritten:

  • Um eine freie Speicherplatz für die Datei zu finden, schaut das Betriebssystem in der Belegungstabelle.
  • Die Datei wird dorthin serialisiert bzw. gespeichert.
  • Die Indexierung der Datei im Inhaltsverzeichnis wird durchgeführt.
  • Die Belegungstabelle der Festplatte wird aktualisiert.

Wegen einer Störung oder eines Ausfalls kann der Schreibvorgang nicht abgeschlossen werden, dann ist mindestens eine Datei oder ein Verzeichnis schon beschädigt. Beim nächsten Start des PCs sehen Sie die Meldung wie „Der Datenträger muss auf Konsistenz überprüft werden“.

Wenn die Platte jedoch in Betriebssystem- und Datenpartition unterteilt war, geht fast immer nur die Partition mit dem Betriebssystem kaputt, während die Daten auf den restlichen Partitionen erhalten bleiben. Schlimmstenfalls muss man „nur“ Windows neu installieren.

Die Partitionierung hat andere Vorteil

  • Weniger Risiko bei Veränderungen am Betriebssystem.
  • Sie füllen sich selbst sicherer:
    • Sie wissen aus Erfahrung, dass die Installation einer Aktualisierung oder eines nicht mehr kompatibles Programm Windows beschädigen kann.
    • Sie wissen auch, daß eigene Versuche, Reparaturen oder die Beseitigung von Schadsoftware zu Problemen führen können.
    • Sie haben zwar regelmäßig Wiederherstellungspunkte angelegt, um nach einem Fehler zu einem fehlerfreien Zustand zurückkehren zu können, aber die Rückkehr klappt nicht immer.
    • Der anfälligste Teil der Festplatte – das Betriebssystem – lässt sich mit geringem Aufwand sichern: Sie verlieren weniger Zeit, da Sie ebenfalls wissen, dass es weniger Zeit dauert, die Systempartition zu sichern. Die Datenpartition ist oft größer und die Dauer der Sicherung entsprechend länger. Wenn die Festplatte nicht unterteilt ist, sind die Dateien des Betriebssystems mit den Daten vermischt. Es bleibt kein anderer Weg, als den gesamten Inhalt der Festplatte zu sichern. Sie brauchen also eine externe Festplatte und je nachdem 1 bis 5 Stunde Zeit, denn so lange könnte es dauern. Das Zurückkopieren (wenn der erste Reparaturversuch fehlschlägt) dauert noch mehr.
  • Wenn Schäden an einer Partition auftreten, betrifft das fast immer die Systempartition.
  • Die Datenpartition(en) bleiben meistens intakt. Noch bequemer ist es, wenn Sie das Image der Systempartition auf die Datenpartition der Festplatte oder auf eine externe Festplatte schreiben können.
  • Es ist leichter, die Systempartition öfter zu sichern.

Dateisystem

Das Dateisystem (file system oder filesystem) ist eine Ablageorganisation auf einem Datenträger eines Computers.Im Klartext bedeutet es, dass ein PC ohne Festplatte nicht laufen kann und dass eine Festplatte ohne Dateisystem das Speichern, Lesen, Verändern und Löschen von Daten nicht ermöglicht.

  • Ein Betriebssystem muss seine Dateien im Dateisystem installieren
  • Applikationen und deren verwalteten Daten können nur im Dateisystem des Betriebssystems abgelegt werden
  • Die berechtigte oder authentifizierte Benutzer können über das Netwerk auf das Dateisystem eines anderen Computers zugreifen um dort Dateien abzurufen.

Dateien können gespeichert, gelesen, verändert oder gelöscht werden. Für den Nutzer müssen Dateiname und computerinterne Dateiadressen in Einklang gebracht werden. Das leichte Wiederfinden und das sichere Abspeichern sind wesentlich.

Dateien haben in einem Dateisystem mindestens einen Dateinamen sowie Attribute, die nähere Informationen über die Datei geben. Die Dateinamen sind in Verzeichnissen abgelegt; Verzeichnisse sind üblicherweise spezielle Dateien. Über derartige Verzeichnisse kann ein Dateiname (und damit eine Datei) sowie die zur Datei gehörenden Daten vom System gefunden werden. Alle Dateien (oder dateiähnlichen Objekte) sind so über eine eindeutige Adresse (Dateiname inkl. Pfad oder URI) – innerhalb des Dateisystems – aufrufbar. Der Name einer Datei und weitere Informationen, die den gespeicherten Dateien zugeordnet sind, werden als Metadaten bezeichnet.

Ein Betriebssystem bietet Verwaltungsfunktionen wie zum Beispiel für das Umbenennen, das Kopieren und Verschieben, Erzeugen eines Dateisystems auf einem neuen Datenträger, für Konsistenzprüfung, Komprimierung oder Sicherung (je nach Betriebssystem und Dateisystem verschieden).

Datenträgerverwaltung

Die Datenträgerverwaltung ist eine solche Funktion und erlaubt die Konfiguration und Verwaltung einer Festplatte und  deren Partitionen und Dateisysteme. Partitionen sind voneinander weitgehend unabhängig und können von Betriebssystemen wie getrennte Laufwerke behandelt werden. Man bezeichnet eine Partition daher auch oft als logisches Laufwerk, das über einen Laufwerkbuchstaben (A bis Z) ausgewählt werden kann.

Eine Besonderheit ist das virtuelles Laufwerk. Als virtuelles Laufwerk bezeichnet man die funktionelle Nachbildung eines Laufwerks inklusive eines Datenträgers bzw. Wechselmediums. Virtuelle Laufwerke existieren zwar nicht als Hardware, werden aber aus Benutzersicht genauso angesprochen und funktionieren analog zu physischen Laufwerken. Sie können sich also eine virtuelle Festplatte als emuliertes Teil einer echten Festplatte.

Es gibt eine Reihe von Programmen, die das Partitionieren erleichtern. Bekannte Hersteller sind zum Beispiel Acronis, Paragon, O&O, Easeus…

Dateiserver

Ein Dateiserver (auch Fileserver genannt) ist ein PC, der einen Teil eines Dateisystems in einem Netzwerk zur Verfügung stellt. Die Hauptaufgabe eines Dateiservers ist es, mehreren Benutzern Zugriff auf Dateien zu gewähren. Die Kontrolle der Zugriffsrechte erfolgt durch den Server selbst oder über die Dateiberechtigungen im Dateisystem.

Zugriffsrechte bezeichnen in der EDV die Regeln nach denen entschieden wird, ob und wie Benutzer, Programme oder Programmteile, Operationen auf Objekten (z. B. Netzwerke, Drucker, Dateisysteme) ausführen dürfen. Am geläufigsten ist dieses Konzept bei Dateisystemberechtigungen, wo festgelegt wird, welche Benutzer welche Dateien und Verzeichnisse lesen, schreiben, ändern oder ausführen dürfen.

Systemadministrator

Ein Systemadministrator  verwaltet Computersysteme auf der Basis umfassender Zugriffsrechte auf das System.

Er plant, installiert, konfiguriert und pflegt die Computeranlage (IT-Infrastruktur) eines Unternehmens oder anderer Organisationen. Als Operatoren führen sie die zum laufenden Betrieb der Computeranlagen erforderlichen manuellen Tätigkeiten aus. Die IT-Infrastruktur bestimmt in vielen Unternehmen, Organisationen u. Ä. in einem solchen Maße den Ablauf der Geschäftsprozesse, dass sie ein geschäftskritischer Faktor geworden ist. Aus diesem Grunde kommt dem reibungslosen Funktionieren dieser Infrastruktur ein erhebliches Gewicht zu.

Zu den Strukturen in diesem Sinne zählen neben Servern und Arbeitsplatzstationen auch die zugrundeliegenden Speichersysteme, Netzwerke und Telekommunikationssysteme.

Technischen Know-Hows im IT-Umfeld

  • Betriebssysteme
  • Basisdienste von Betriebssystemen (E-Mail, Druckdienste, Benutzerverwaltung …)
  • Authentifizierungsmethoden, Sicherheitskonzepte
  • Diagnose und Behebung von Hardwarefehlern
  • Netz-Infrastruktur
  • Netzprotokolle und Netzbasisdienste (Internet-Protokoll-Familie und andere)
  • Anwendungsarchitekturen (Client-Server, P2P …)
  • Verzeichnisdienste
  • Skriptprogrammierung zu administrativen Zwecken
  • grundlegende Abläufe in Rechenzentren (Backup, Change Management, Service Levels …)
  • Speicher-Infrastruktur (Virtualisierung, SAN, NAS …)

Methoden und soziale Eigenschaften

  • ein systematisches und analytisches Arbeiten.
    • gleichzeitige Erledigung mehreren Aufgaben, häufig unter Termindruck.
    • Fähigkeit zur Teamarbeit besitzen.
    • eine effektive präzise Kommunikation in mündlicher und schriftlicher Form
    • möglichst auch in anderen Sprachen, mindestens aber in der in der Organisation verwendeten Sprache und in Englisch geführt werden.
  • sich selbständig Informationen zu beschaffen und bereit zur ständigen Weiterbildung sein.
    •  Eigeninitiative, Selbständigkeit, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
    • Fähigkeit zur Risikoabschätzung des eigenen Handelns haben.
    • ein ausgeprägten Willen um Lösungen für Probleme zu finden, und Lösungen zu testen.
    • Fähigkeit sich auf seine Arbeit in Ruhe, auch unter hohem Termindruck zu  konzentriert und begonnene Arbeiten zu vollenden.
  • ein betriebswirtschaftliches Verständnis und die Fähigkeit, die Technik unter Berücksichtigung von Kosten bewerten zu können.
  • Aufgaben im Sinne der Organisation priorisieren zu können.
  • Diskretion, Integrität und Loyalität

Ziel jedes Systemadministrator sollte ein effizienter Betrieb. Das Ergebnis sollte eine Minimierung des Zeitaufwandes und stabile, pflegbare Systeme sein. In diesem Beruf muss man auch sehr flexibel sein, denn Rechnersysteme können für notwendige Wartung häufig nur am Wochenende oder nachts außer Betrieb genommen werden. Es wird erwartet, dass ein Systemadministrator genau und sorgfältig arbeitet.

Privatpersonen sollen Ihre Daten besser sichern

System und Daten auf externer Festplatte, auf einem Cloudserver Online speichern.

Wenn man eine wirklich saubere Trennung von Programmen und Daten will, empfiehlt es sich eher, in einer zweiten Festplatte zu investieren. Am besten leisten Sie sich eine externe USB-Platte, die dann auch noch den Vorteil hat, dass man sie überallhin mitnehmen und auch an andere Rechner anschließen kann.

Mit einer USB-Platte zu arbeiten ist nicht ohne Risiko. Die Mobilität der Daten kann auch viele Probleme bereitet:

  • Festplatte kann kaputt gehen, gestohlen werden: Datenverlust, Datenrettung, Datensicherung und Backup
  • Daten können infiziert und benutzt werden (über andere Rechner). Viren, Spyware, Malware aber auch Trojaner, Rootkits etc…
  • Daten liefern wichtige Informationen über die Privatsphäre und über taktische bzw. strategische Prozessen. Für Spionen (egal welcher Art) sind die Daten von privaten Personen und Unternehmen wichtige Informationen die wieder genutzt werden, wieder verkauft werden können. In der Zeit der Globalisierung ist Datenspionage von großer Bedeutung für den Wettbewerb

Merken

Merken