Cloud Computing einfach erklärt

Die Cloud? Fast jeder von uns, Privatpersonen oder Firmen, wird sich mit diesem Thema auseinander setzen.

Cloud Computing (in deutsch die Wolke) hat mit der Verwendung einer entfernte IT-Infrastruktur zu tun. Es hat also mit der Ausführung von Software as Services, die nicht auf dem lokalen Rechner installiert sind, sondern auf einem entfernten Rechner, der seine Dienste und Ressourcen (wie z.B. Rechenkapazität, Onlinespeicher, Vernetzungsmöglichkeit aber auch fertige Software) über das Internet anbietet, ohne dass diese auf dem lokalen Rechner installiert sein müssen.

Um diese Cloud Technologie zu verdeutlichen, kennen Sie vieleicht das Beispiel einer Fernwartungssitzung. Sie haben ein Problem am PC oder Laptop und stellen eine Support-Anfrage bei einem EDV-Dienstleister. Der Supportmitarbeiter stellt eine Verbindung zu Ihrem PC über ein Remote Tools wie Teamviewer, AnyDesk oder ein ähnliches Fernwartungsprogramm und übernimmt den Zugriff auf Hardware und Software. Er sieht was Sie sehen als wäre er bei Ihnen vor Ort.  In diesem Fall ist Ihr PC oder Laptop der entfernte Rechner.

Dies setzt natürlich die Informationstechnologie mit einer Reihe von hochentwickelten Techniken im Voraus. Der Markt der Cloud Technologie explodiert und die Anzahl der Anbieter wächst enorm tagtäglich.

  • Der Ort der Arbeit wird nähmlich immer flexibler: neue Arbeitsplatzkonzepte, wie Home Office oder Vernetztes Arbeiten, Collaboration verankern sich in die Unternehmen.
  • Besonders für Aussendienstmitarbeiter, Entwicklungsprojekte welche immer mehr mobile Daten erforderlichen, ist Cloud Computing eine Hauptbedingung für das produktive und operative Geschäft.

Um Cloud Computing zu benutzen ist es einfach! Sie brauchen meistens nur eine Benutzername und ein Passwort. Was steckt aber genau dahinter? Welche Vorteile ud Nachteile gibt es?

Die Vorteile von der Cloud

  • Wenn Sie Cloud Computing benutzen, sparen Sie Ressourcen (Software und Hardware) weil diese vom Anbieter bereitgestellt sind

  • Deutliche Senkung der Wartungs- oder Verwaltungskosten und Aufwand in eigener Regie. Dies bedeutet auch Einsparung der Personalkosten und im Bezug auf Hardware.

  • Flexible und erweitbare Speicherkapazität von Daten Online im Cloud

  • Weltweite Nutzung von Cloud basierenden Anwendungen und Services.

  • Die Verfügbarkeit Ihre Daten ist weltweit und Computer- und Plattform unabhängig (Smartphone, Tablett, PC oder Laptop mit unterschiedlichen Betriebssysteme)

  • Daten können einfach mit Freunden oder Kollegen ausgetaucht bzw. geteilt werden. Teamarbeit ist mit besonderen Zugriffsrechten möglich.

  • Die Voraussetzung: eine bestehende, gute und stabile Internetverbindung

Die Nachteile von der Datenwolke

  • Sicherheit muss vom Anbieter gewährleitet sein, gegen Hacker-Angriffe, die Sicherheitslücke immer wieder entdecken

  • Je nach Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung des Anbieters ist nie sicher, dass personbezogene Daten nicht weitergegeben werden.

  • Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Inhalte aucht nicht kopiert, verschoben, modifiziert werden. Wer weiss wirklich etwas über Log-Dateien und die zum internen Zwecken entwickelten Auswertungen (Nutzungszeit, Art und Anzahl der Daten…).

  • Wie gut und weitergebildet sind die Mitarbeiter des Cloud Anbieters? Wie ausfallsicher sind die Anlagen im Rechenzentrum?

  • Die Datenschutzrichtlinien sind nicht gleich überall. EU-Bürger sind zwar von der neuen DSGVO besser geschützt aber wie ist es im Ausland?

  • Kein Internet, keine Cloud, langsames Internet, schlechte Cloud

Cloudlösungen für Privatnutzer und Unternehmen

Wir beraten  und helfen bei der Umsetzung Ihres Cloud Projektes.
Wir haben gute Erfahrungen mit folgenden Themen.

Cloud Speicher

  • Voraussetzungen prüfen
  • Cloud Anbieter wählen
  • oder Private Cloud aufbauen
  • HiDrive, OneDrive, Google Cloud, Dropbox

Cloud Backup

  • Sicherungskonzept erstellen
  • Backup Lösung auswählen
  • Backup kontrollieren
  • Acronis, Robocopy, snapshot, O&O, Beond Compare

Cloud Anwendung

  • Moderner Arbeitplatz einrichten
  • Cloud Lösungen implementieren
  • SaaS betreuen und schulen
  • Office 365, Idana.one, DMS, Lexware, 1&1 Versatel

Virtualisierung

  • Cloud Server installieren
  • Alte Systeme virtualisieren
  • Wartung der virtuelle Umgebungen
  • CRM, ERP, Shop Compliance

Die Cloud Architektur

Die Cloud ist in allen Munden aber vor 20 Jahre existierte diese moderne Cloud Architektur nicht in der Form. Wie ist Cloud Computing strukturiert?
Man unterscheidet grundsätzlich 3 bekannte Typen von Cloud Services.

Public Cloud

Die 4 bekannteste Cloud-Modelle

Cloud kann öffentlich, privat, hybrid oder gemeinschaftlich benutzt werden.

Datensicherheit in der Cloud

Je mehr wir uns auf Virtualisierung verlassen, desto mehr sollten wir verstehen, wie unsere dort abgelagerte Daten von Anderen sicher sind und wie Sicherheitslösungen in cloudbasierten Umgebungen funktionieren.

Die Daten sollten in einer Cloud-Welt genauso sicher sein wie in unserer eigenen Computeranlage bzw. IT-Abteilung.  Das Problem besteht nicht darin, dass eine cloudbasierte Umgebung nicht durch den Anbieter gesichert wird, sondern dass, die Daten, sofern keine spezielle Vereinbarungen zwischen Benutzer und Anbieter getroffen sind, nicht unbedingt von den Risiken einer multimandantenfähigen gemeinsam genutzten cloudbasierten Umgebung geschützt sind!

Wir haben als Benutzer keine Ahnung über die anderen Mandanten des Host-Systems und wissen auch nicht wo unsere Daten auf einer gemeinsamen Speichereinrichtung mit einer weiteren Gruppe unbekannter Mandanten gespeichert sind. Tatsache ist, dass wir diese Dimension nicht gut genug kontrollieren können.

Jedoch sollten wir nicht übertreiben, denn Cloud-Anbieter hart daran arbeiten, die Sicherheit ihrer Umgebungen zu gewährleisten.

  • die Absicherung des Zugriffs auf die Anwendungsdaten beim Transfer zwischen lokalem Client und entferntem Server ist durch zahlreichen Entwicklungen im Bereich der sicheren Übertragung, wie beispielsweise SSL/TLS-Verschlüsselung gelöst.
  • die Verschlüsselung der Daten, die in Datenbanken und File-Systemen der Cloud gespeichert werden ist mit der Krytographie technisch gelöst.
  • Jedoch besteht das Problem, dass Administratoren des Cloud-Anbieters und der Dienste Zugriff auf die Nutzerdaten während der Verarbeitung haben.
  • Eine weitere Herausforderung in der Cloud ist die Abhängigkeit vom jeweiligen Cloud-Anbieter! Privatanwender fragen sich oft, was mit ihren Daten in der Cloud passiert, wenn der Anbieter eines Cloud-Dienstes Insolvenz anmeldet. Daher bieten neue Anbieter die Rücksicherung der Daten auf dem eigenen Computer an.

Wie funktionniert ein NAS-System?

Direct Attached Storage

Heutige PC verfügen normalerweise über eine Festplatten, die direkt in das Gehäuse des Computers eingebaut ist und legen dort ihre Verzeichnisse und Dateien ab. Man spricht von direkt dem Computer zugeordnetem Speicher, der im Regelfall nur den Nutzern zur Verfügung steht, die unmittelbar am Computer arbeiten.

Network Attached Storage

Soll ein Festplattenspeicher mit den darauf abgelegten Dateien netzweit zur Verfügung stehen, also von allen Rechnern des Netzwerks erreichbar sein, muss das Speichersystem zunächst direkt an das Netzwerk angeschlossen sein und zusätzlich Übertragungsprotokolle beherrschen, welche die Dateien auf diesem Speicherplatz im angebundenen Computernetz zur Verfügung stellen. Man spricht dann von „Speicher, der an ein Netz angeschlossen ist“. NAS-Systeme werden also direkt am Netzwerk angeschlossen und arbeiten autonom, d. h. ohne einen dedizierten PC oder Server zu benötigen. Die Dateisysteme des NAS, also alle dort angelegten Dateien und Verzeichnisse, erscheinen auf dem Zielsystem wie eine eingebundene Freigabe beziehungsweise ein lokales Dateisystem.

Ein Cocktail? Cloud, Datenschutz und Big Brother

90 % der Cloud Computing Infrastruktur befindet sich in Amerika. Nach Urteil des Europäischen Gerichtshofs dürfen nur eingeschränkt Daten in die USA gelangen. Datenschutzbeauftragten warnen insbesondere vor Verletzung des Datenschutzrechts bei Verwendung von Rechenzentren im Ausland.

Wie ist es dann möglich die Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes einzuhalten werden. Und doch hat Microsoft es 2019 geschafft, in EU-Ländern, datenschutzkonform seine Clouds-Services anzubieten.

Jedoch sind 2 Tatsachen bekannt:

  • Cloud-Anbieter geben Datenbestände ihrer Kunden weiter.
  • Cloud-Betreiber mit Sitz in den USA unterliegen dem US-Recht und demnach dem Patriot Act.
  • Unternehmen mit Sitz in den USA sind deshalb gezwungen, auch Daten an amerikanische Behörden auszuliefern.

Cloud Computing hat 2012 einen Negativpreis erhalten:  Big Brother Award. Die Preise werden, so die Stifter, an die verliehen, die in besonderer Weise und nachhaltig die Privatsphäre von Personen beeinträchtigen oder Dritten persönliche Daten zugänglich gemacht haben oder machen.

Facebook hat versprochen, in diesem Bereich, sich zu verbessern und sogar Champion der Privatsphäre. Aber ein Paar Tage später kündigte Facebook an, er hätte über 12 Mio Kundendaten und Logdateien verkauft.

Ein dedidiertes NAS-System für Zuhause oder im Geschäft

Hier sind bekannte Hersteller von NAS-Systeme: Buffalo, D-Link, NetgearQNAP, Seagate, Synology, Samsung, Western Digital. Mit einem NAS-System erweitern Sie Ihr eigenes Netz mit einige Vorteile.

  • Energieverbrauch: deutlich geringer Stromverbrauch im Vergleich zum PC
  • Dateizugriff: NAS können große Datenmengen bewältigen und mehreren Benutzern gleichzeitig Zugriff auf Daten gewähren. Durch den Einsatz leistungsfähiger Festplatten und Caches werden auch umfangreiche Datenmengen dem Benutzer schnell zugänglich gemacht. Die Problematik die darüber hinaus ensteht ist, wie sicher sind die Daten auf dem NAS-System? Aber ein NAS kann auch als Sicherungslösung für vorhandene Computer betrieben werden.
  • Datensicherheit / Übertragungsgeschwindigkeit: die meisten NAS-Systeme können mehrere Festplatten aufnehmen.  Die Platten werden  zu einem logischen Volume zusammengefasst werden können. Dies ermöglicht eine genaue Einstellung eines NAS hinsichtlich Datenverfügbarkeit, Sicherheit oder Geschwindigkeit.
  • Webzugriff: insbesondere NAS-Systeme, die nicht für den Unternehmens-, sondern für den Heim- bzw. SmallOffice-Einsatz ausgelegt sind, lassen sich zumeist bequem über eine Webschnittstelle einrichten und konfigurieren. NAS-Systeme bieten also Serverdienste, die den über einen Netzwerkdienst angeschlossenen Clients betriebssystemabhängig einsatzbereite Dateisysteme zur Verfügung stellen. Das allgemeine Netzwerk ist in der Regel das Ethernet-basierte LAN, zunehmend auch WLAN. Über Netzwerkprotokoll wie https und ftp ist es möglich den Zugang auf die Daten zu gewähren.
  • PC als NAS-System: ein alter PC kann auch als NAS-SYSTEM fungieren. Hier wird ein NAS-Betriebssystem verwendet:
    • FreeNAS: ein auf FreeBSD basierendes freies NAS Betriebssystem
    • OpenMediaVault: ein auf Debian basierendes Betriebssystem für NAS